Impressionen aus der Villa Waldberta, 16.02.2012                                   

 

 

 

Ankunft der ecuadorianischen Künstler in der Villa Waldberta Anfang März 2012

 

 

Die Gäste der Villa Waldberta im Februar 2012

In der Villa Waldberta in Feldafing, dem internationalen Künstlerhaus der Stadt München, sind im Februar 2012 folgende Stipendiaten zu Gast.

 

Lucía Falconí / Ecuador

Eine Kritikerin schrieb über die 1962 in Ecuador geborene, in Europa ausgebildete Künstlerin anläßlich einer Ausstellung euphorisch:„Lucía Falconís ergreifende Objekte sind sowohl kühn als auch schüchtern, üppig und verhalten, kraftvoll und sensibel. Ihre Vielseitigkeit spiegelt sich in verschiedenen Materialien, ganz unterschiedlichen Dimensionen, komplexen und arbeitsaufwendigen Prozessen, oder auch spontanen Gesten wieder. Sie sind von einer überraschenden Natürlichkeit, von Geschicklichkeit und intellektueller Erlesenheit geprägt“. Von 2000-2007 studierte Lucía Falconí an der Kunstakademie in München, bekam 2002 den Ehrenpreis der Dannerstiftung, wurde 2004 zur Meisterschülerin ernannt, erhielt 2007 die Auszeichnung als beste Absolventin der Kunstakademie und gleichzeitig sowohl das Projektstipendium der Stadt München als auch eine Atelierförderung der Regierung von Oberbayern. Seit 2010 ist sie in der Atelierförderung der Stadt München aufgenommen. In München war sie in den großen Jahres- und Kunstausstellungen der Kunstakademie 2005 und 2006 ebenso zu sehen, wie 2009 und 2010 in Ausstellungen der Platform3.

Auf Initiative von Lucía Falconí und der Münchner Künstlerin Monika Humm entstand das Projekt PANGAEA – ein künstlerischer Austausch zwischen München und Quito, der in enger Zusammenarbeit mit Künstlern aus München stattfindet und im März 2012 mit einer Ausstellung in der Galerie der Künstler beginnt, um 2013 mit einer Gegeneinladung nach Ecuador fortgeführt zu werden.

 

 

Juana Córdova / Ecuador

 

1973 in Cuenca / Ecuador geboren, besuchte sie die dortige Schule für bildende Kunst und bekam im Jahr 2000 in Quito den begehrten Premio Paris. Als Dozentin für unkonventionelle Kunst und für Kunsttechniken hat sie in Ecuador an diversen Institutionen gelehrt und an zahlreichen Einzel- und Gruppen-Ausstellungen in ihrem Heimatland teilgenommen. Ihre Arbeit „Quina“ (2011) über den Chinarindenbaum, der ursprünglich nur in den Wälder der Anden wuchs und nicht zuletzt durch Alexander von Humboldt für seine medizinischen Heilkräfte als Mittel gegen Malaria bekannt gemacht wurde, ist symptomatisch für ihre Arbeitsweise. Juana Córdova nimmt nicht nur künstlerisch Bezug auf die Gestalt des Baumes und seine Blüten und Blätter, sondern thematisiert gleichzeitig fragwürdige kolonialistische Machenschaften bei der Ausbeutung der Bestände. Juana Córdova wurde eingeladen für das Projekt PANGAEA – ein künstlerischer Austausch zwischen München und Quito.

 

 

Fabiano Kueva / Ecuador

 

Der 1972 in Quito geborene Künstler studierte sowohl Soziologie als auch Videokunst.  Er hat sich spezialisiert auf Radio-Hörspiele und dafür schon eine ganze Reihe von Preisen erhalten, so im Jahr 2000 den 1. Preis bei der Lateinamerikanischen Radiobiennale in Mexiko, deren Jurymitglied er seit 2002 auch ist. 2010 bekam er vom ecuadorianischen Kulturministerium das Nationalstipendium für Kulturproduktion und im selben Jahr von der Prinz-Claus-Stiftung ein Stipendium für ecuadorianische Dichtung. Er hat in zahlreichen Ausstellungen, Symposien und Klangfestivals im In- und Ausland teilgenommen und ist mittlerweile ein gefragter Klangkünstler. Fabiano Kueva wurde eingeladen für das Projekt PANGAEA – ein künstlerischer Austausch zwischen München und Quito.

 

 

Nicolás Kingman / Ecuador

 

In Quito 1980 geboren, studierte Nico Kingman zunächst an der renommierten Andy-Goldstein-Schule für kreative Fotografie in Argentinien und ist seitdem als viel beschäftigter Fotograf sowohl im kommerziellen (Werbung, Touristik) als auch im künstlerischen  Bereich tätig. Als Graphikdesigner hat er bei mehreren Buch- und Zeitschriftenprojekten maßgeblich mitgewirkt. 2009 bekam er vom ecuadorianischen Kultusministerium für sein Fotoprojekt „Cordillera del Cóndor“ ein Arbeitsstipendium und stellte sowohl in seinem Heimatland als auch in Malaysia und Indien seine Bilder aus. Nicolás Kingman wurde eingeladen für das Projekt PANGAEA – ein künstlerischer Austausch zwischen München und Quito.

 

 

 

  

Villa-Waldberta-Stipendiatin Lucía Falconí zeigt Skulpturen und Bilder

 

Vernissage am Mittwoch, 15.02.2012 um 18 Uhr

Galerie Bezirk Oberbayern, Prinzregentenstr. 14

(gegenüber Haus der Kunst)

 

Aus zwei verschiedenen Kontinenten stammen momentan die Gäste der Villa Waldberta, nämlich aus Afrika und aus Süd-Amerika. Aus Ecuador stammt eine Gruppe junger Künstlerinnen und Künstler , die  für März eine Ausstellung in München vorbereitet. Eine Künstlerin der Gruppe ist Lucía Falconí, die München recht gut kennt, weil sie hier an der Kunstakademie studiert hat. Sie ist zusammen mit Elisabeth Heindl, die Zeichnungen und Installationen zeigt, in der Galerie des Bezirks Oberbayern mit ihren poetischen Skulpturen und Bildern zu sehen. Die Ausstellung läuft vom 16.2.-13.4.2012 und ist werktags geöffnet von 8-18 Uhr, freitags von 8-13 Uhr (SA/SO geschlossen). Eintritt frei.

 

 

 

Mehr Informationen auf muenchen.de

 

Weitere Informationen über das Künstlerhaus Villa Waldberta erhalten Sie auf 
www.villa-waldberta.de  und www.youtube.de/villawaldberta.