Ein Projekt interkultureller Zusammenarbeit

Künstlerischer Austausch München - Quito 

 

Initiatoren: Lucía Falconí, Monika Humm

Organisation: Lucìa Falconí, Isabel Haase, Monika Humm

 

 


 

Auf Initiative von Lucia Falconi (Quito) und Monika Humm (München) wurde eine Gruppe von je vier Künstlern aus Ecuador und Deutschland zusammengestellt. Lucia Falconi, geboren in Ecuador, studierte an der Akademie der Bildenden Künste und lebte mehrere Jahre in München, und nun seit Januar 2011 wieder in Quito. Lucia Falconi und Monika Humm haben sich zum Ziel gesetzt, die Kunstszenen beider Städte zu vernetzen, dabei kunst- und kulturrezeptorische Prozesse anzustossen und weiterzuentwickeln.

 

Aus intensiver interkultureller Zusammenarbeit heraus entwickeln sich die Ausstellungsprojekte 2012 in München und 2013 in Quito. Die Ausstellungen werden von einem sechswöchigen Aufenthalt in den jeweiligen Ländern begleitet. Durch Exkursionen ins Umland von München und Quito werden Anregungen für die Ausstellungen in der jeweiligen Stadt gewonnen. Daraus ergeben sich neue künstlerische Perspektiven sowohl bezüglich neuer Kontakte als auch zur Reflektion und zur Weiterentwicklung der eigenen Arbeit.

 

Themenschwerpunkte des Projekts:

- Das Ineinandergreifen von Natur (u.a. Vulkan Rucu Pichincha) und Kultur im Umland der Städte (Guayaquil, wirtschaftliches und industrielles Zentrum von Ecuador).

- Verschiedene Kulturen treffen aufeinander. Im Vergleich: indigene und westliche Lebensformen.

-Die Frage nach der Existenz noch wilder Natur und ihrer ästhetischen Umsetzung (ecuadorianischer Urwald und europäische Alpen, Zersiedelung der deutsch/österreichischen Alpenregion im Gegensatz zur teilweise unberührten Natur Ecuadors).

- Vergleich des historischen Blicks (Alexander von Humboldt) und des zeitgenössischen Blicks (Industrialisierung) aufeinander.

- Interne Strukturen und Außenwirkung der beiden Länder im Vergleich.

 

Es finden zwei Gruppenausstellungen mit Workshops und Interkultureller Zusammenarbeit im Februar/März 2012 in München und im März 2013 in Quito, Ecuador statt.

Die Ausstellungen entwickeln sich aus einer Recherche der jeweiligen Orte und ihrer Umgebungen, ihrer Geschichte und Gegenwart, als auch aus einer work-in-progress Situation vor Ort. Durch die intensive Zusammenarbeit der acht Künstler entstehen zwei multimediale orts- und raumbezogene Ausstellungen.


Galerie der Künstler, München (10.03-13.04.2012)

und Arte Actual FLACSO, Quito (01.-30.03.2013)

 

Die Künstler arbeiten in den Medien Malerei, Objekt, Fotografie, Video, Installation und Performance. Führungen mit Künstlergesprächen sowie eine Vortragsreihe zum aktuellen Kunstgeschehen in Ecuador, u.a. mit Beispielen aus dem künstlerischen Arbeitsalltag, ergänzen die Ausstellungen.

 

Umsetzung:

Teil 1: Aufenthalt mit Ausstellung in München (Februar-März 2012)

Ecuadorianische Künstler reisen nach München, um zusammen mit den Münchner Künstler/Innen die Ideen für die gemeinsame Ausstellung weiterzuentwickeln. Aus dieser intensiven Zusammenarbeit entstehen die Arbeiten für die Ausstellung in der Galerie der Künstler im März 2012. Führungen mit Künstlergesprächen und eine Vortragsreihe zum aktuellen Kunstgeschehen in Ecuador, u.a. mit Beispielen aus dem künstlerischen Arbeitsalltag, ergänzen die Ausstellung in der Galerie der Künstler, München (Ausstellung:  09.03 - 06.04.2012)

 

Unterbringung der 4 ecuadorianischen Künstler/Innen in der Villa Waldberta, Internationales Stipendiatenhaus der Landeshauptstadt München.

 

Teil 2: Aufenthalt mit Ausstellung in Quito (Februar-März 2013)

Vier Münchner Künstler/Innen reisen nach Quito, um die bereits bestehende Zusammenarbeit zu vertiefen und die Ausstellung in Quito zu verwirklichen.

Die Ausstellung entwickelt sich anhand eines kontinuierlichen Austausches vorab und Workshops der ecuadorianischen und deutschen Künstler vor Ort. Es entsteht eine multimediale orts- und raumbezogene Ausstellung in der Galerie Arte Actual FLACSO in Quito. Vortragsreihen an Kunstfakultäten in Quito und Cuenca, sowie in städtischen Kunsträumen sind geplant. Unterbringung der vier deutschen Künstler in Apartments im Atelierhaus ceroinspiración

 

Dokumentation:

Website, die das gesamte Projekt begleitet, die Ausstellungen dokumentiert und den beteiligten Künstler/Innen Raum zur Präsentation bietet.

Dokumentation der Ausstellungen in München und in Quito je in Form eines Kataloges.